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CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008
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G-OR
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CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008



Stil: Progressive Rock
Label: sAUsTARK Records
Spieldauer: 63:07
Erschienen: 23.10.2008

Tobias Hampl - Gitarre
Alexander Weyland - Gesang, Keyboard
Hans Jörg Schmitz - Schlagzeug, Percussion
Gast: Jordan H. Gazall - Bass

1. Die andere Seite (Part 1) [10.17]
2. Hinaus [10.07]
3. Kein Zurück [10.27]
4. Die andere Seite (Part 2) [7.08]
5. Zwiespalt [7.28]
6. Bleibe hier [6.57]
7. Die andere Seite (Part 3) [10.41]

Die Band: "Anspruchsvoller Progressive-Rock mit deutschen Texten" heißt es im Info der Limburger Band Traumhaus, und dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen. Das Quartett bewegt sich in der Tradition von Bands wie Saga, Genesis und Marillion. Verschachtelte, klassisch anmutende Mammut-Songs liefert die sehr gut klingende EP "Hinaus". Für Atmosphäre sorgt Kuno Wagner, der mit der Touch Guitar ein außergewöhnliches achtsaitiges Instrument spielt, das mal nach Fretless, dann wieder nach kernigem E-Bass nur mit viel weiterem Tonumfang klingt (mehr über dieses Instrument und seinen prominentesten Spieler in Deutschland, Markus Reuter, in G&B 07/2001). Ebenfalls beeindruckend, wie Tobias Hampl zwischenzeitlich auf der Gitarre abjagt - das ist wirklich großartig! Hinzu kommen geschmackvolle Sounds vom Keyboard, insbesondere vom Mellotron, jenem legendären elektromagnetischen Tasteninstrument aus den 70er Jahren, das hier Streicher-Klänge wiedergibt. Gitarre & Bass

"Mit Traumhaus ist eine junge deutsche Band am Start, die deutsche Lyrics gekonnt mit progressiven Klängen der Ecke Enchant, Eternity X und weniger bombastischen und metal-lastigen Symphony X verbinden. Und auch wenn sicher der eine oder andere gerade mit in dieser Rockrichtung nicht gerade auf die deutsche Sprache gefaßt ist,
scheint sich die Konsequenz von Traumhaus auszuzahlen." therock-online.de

Das Album: "Nach drei Jahren gibt es mit "Die andere Seite" wieder eine Veröffentlichung von Traumhaus. Die Band hat einen neuen Schlagzeuger, und zwar den virtuosen Hans Jörg Schmitz, der mit seinen Soloalben als King Of Agogik für durchaus kontroverse Meinungen gesorgt hatte. Am Bass ist als Gast Jordan H. Gazall mit dabei, so dass nur der Gitarrist und der Keyboarder von der alten Besetzung übrig bleiben." Siggy Zielinski für babyblaue-seiten.de

Nicht verschwiegen werden soll, dass Kuno Wagner die Band verlassen hat. Ohne die Touch-Guitar und mit dem neuen Schlagzeuger Hans Jörg Schmitz klingt die Band nun straffer, irgendwie aufgeräumter.

"Der glasklare Sound wird dem spielerischen Können der Band wahrlich gerecht." rockimwesterwald.de

"Die von den Keyboards ausgehenden symphonischen Akzente werden von der elektrischen Gitarre konterkariert oder ergänzt, wobei nicht selten die Tasten für Melodielinien und die Gitarre für rockige Elemente oder für Soli zuständig ist." Siggy Zielinski für babyblaue-seiten.de

"Hervorzuheben ist - neben dem souveränen Schlagzeug - noch der angenehme, ausdrucksstarke Gesang, der durchweg von einer leichten Melancholie geprägt ist.
Somit liefern Traumhaus mit Die andere Seite eine solide Retroprog-Produktion ab. Vielleicht trägt die Band sogar dazu bei, die deutsche Sprache im Prog etwas 'salonfähiger' zu machen." Jochen Rindfrey für babyblaue-seiten.de

"Beim TRAUMHAUS geht es prinzipiell etwas sanfter zu, obwohl 'Die andere Seite' auch ihre härteren Momente hat und hinter vorgehaltener Hand in Richtung Prog Metal schielt. Ansonsten wird hier hochmelodischer Prog mit diversen Retro-Anleihen gespielt, die sich vor allem im ausgiebigen Gebrauch diverser Tasteninstrumente wie Mellotrons, Hammonds und Minimoogs bemerkbar macht. Die Gitarre soliert schöngeistig, wenn nicht grad ein härteres Riff für Abwechslung sorgt. Sehr überzeugend ist auch die angenehme Stimme Alexander Weylands, der die melancholische Grundstimmung der Songs warmklingend transportiert." Nils Herzog auf musikreviews.de

Diese Produktion hat durchaus starke Momente, eine solide kompositorische Basis und glänzt mit tragfähigen Sounds und guten Ideen. Fehlen tut mir streckenweise dieses "feeling", wenn eine Band sich warm gespielt hat und im musikalischen Einklang einen dieser magischen Momente schafft in denen die Rythmen, Akkorde und Melodien der einzelnen Musiker zu einem einheitlichen Ganzen verschmelzen.
Interessant wird es also diese Band live zu erleben ...


"Aus Insiderkreisen weiss ich, dass diese CD unter absolutem Zeitdruck entstand, da ein Großteil der Aufnahmen unbeabsichtigt gelöscht worden war." Frank Bender auf ragazzi-music.de

Internet: http://www.traumhaus-music.de/
MySpace: http://www.myspace.com/traumhausmusic
Interview: http://www.progressive-newsletter.de/ind...ttraum.htm

Rezensionen:
http://www.babyblaue-seiten.de/album_9436.html
http://www.progsound.de/html/cd_tipp.html
http://www.ragazzi-music.de/traumhaus08.html
http://rockimwesterwald.de/index.php?opt...Seite-2008

15.11.2008 06:02 PM
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Max
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Beitrag: #2
RE: CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008

Sehr schöne Vorstellung, hatte gestern nicht viel Zeit zum Lesen.
Schön, dass die Sache weitergeführt wird und wieder ein paar Leckereien zum Vorschein kommen.

Hoffentlich haben die Metal-Anleihen nichts mit dem typischen "Growlen" zu tun, weil das finde ich ganz furchtbar. Aber die Soundsamples sind sehr vielversprechend und ich habe bisher kein Growlen entdeckt.

Der Preis ist mit 15 Euro ja auch sehr human ... besteht die Möglichkeit, mit dem Kauf auch Krautrock-World etwas finanziell zu dienen?


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17.11.2008 03:28 PM
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G-OR
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Beitrag: #3
RE: CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008

Max schrieb:
[...]

Der Preis ist mit 15 Euro ja auch sehr human ... besteht die Möglichkeit, mit dem Kauf auch Krautrock-World etwas finanziell zu dienen?


Hm ... weiß nicht, die CD ist erst drei Wochen auf dem Markt.
Hab sie nirgends gefunden ...


Ich glaube, die haben noch keinen Vertrieb.
Also: bestellung@traumhaus-music.de

17.11.2008 05:19 PM
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coma
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Beitrag: #4
RE: CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008

Hallo Max und das gilt auch für die anderen,
nein .. du kannst in diesem Fall die CD nur über die HP der Band kaufen und KR-W verdient da absolut nichts dran. Macht aber auch nichts, da es mir in erster Linie darum geht "kleinere" Bands zu unterstützen, indem wir die zb hier im Forum oder gar auch als Album des Monats den Foren-Mitgliedern und auch den erfreulich rapide steigenden Besuchern von KR-W, vorstellen.

LG
coma


Ich spamme nicht, ich poste gerne.
17.11.2008 06:38 PM
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JAKOB
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Beitrag: #5
RE: CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008

Max schrieb:
..
Der Preis ist mit 15 Euro ja auch sehr human
..


findeste wirklich? Icon_rolleyes
ich find 15 euro schon recht viel dafür das die noch recht unbekannt sind..
ich mein das sind 30 DM..
ich weiss..
umrechnen kann man nicht mehr..
aber so verliert man die relation zum wirklichen preis nicht.. ..
also mehr als n 10er würd ich dafür nicht ausgeben wollen..^^
das is bei mir so generell die obergrenze..
alles andere ist für mich fast schon wucher.. (8
es sei denn ich find besondere sachen wie zb. die KRW cd die bald kommt.. Icon_smile

btw. die mucke von denen ist aber trotzdem gut..^^

17.11.2008 07:50 PM
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Max
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Beitrag: #6
RE: CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008

coma schrieb:
Hallo Max und das gilt auch für die anderen,
nein .. du kannst in diesem Fall die CD nur über die HP der Band kaufen und KR-W verdient da absolut nichts dran. Macht aber auch nichts, da es mir in erster Linie darum geht "kleinere" Bands zu unterstützen, indem wir die zb hier im Forum oder gar auch als Album des Monats den Foren-Mitgliedern und auch den erfreulich rapide steigenden Besuchern von KR-W, vorstellen.

LG
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Natürlich unterstütze ich die Band gerne, es ist immer stark wenn der alte Prog in die heutige Zeit geholt wird und das muss unterstützt werden. Thumbup
Geteilte "Freude" ist zwar doppelte Freude, aber nach dem was ich gehört habe hat die Band das Geld absolut verdient. Thumbup


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17.11.2008 08:06 PM
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Sammy
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Beitrag: #7
RE: CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008

Hallo.

Die Traumhaus CD gibt es über die Webseite der Band.
Sie ist auch bei Just for Kicks und über Empire zu beziehen.
Ausserdem gibt es bei ebay einige Exemplare günstiger.
Die CD steckt in einem schönen Digipack mit Booklet und ist,
meiner bescheidenen Meinung nach, jeden Cent wert.

Grüße Sammy

17.11.2008 09:33 PM
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G-OR
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Beitrag: #8
RE: CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008

JAKOB schrieb:
[...]

ich find 15 euro schon recht viel dafür das die noch recht unbekannt sind..
ich mein das sind 30 DM..
ich weiss..
umrechnen kann man nicht mehr..
aber so verliert man die relation zum wirklichen preis nicht.. ..
also mehr als n 10er würd ich dafür nicht ausgeben wollen..^^
das is bei mir so generell die obergrenze..
alles andere ist für mich fast schon wucher.. (8
es sei denn ich find besondere sachen wie zb. die KRW cd die bald kommt.. Icon_smile

btw. die mucke von denen ist aber trotzdem gut..^^


Aber ... sieh es doch mal so: Icon_eek
Dummerweise ist es gerade anders herum. Je unbekannter die Band, desto teurer muss die CD sein! Icon_redface

Die Gesamtkosten einer CD-Produktion (C) zu berechenen ist gar nicht so schwer!

Kosten A
Bei der Produktion einer CD gibt es einen Anteil Kosten, der ungeachtet der produzierten Menge konstant bleibt. Als da wären Kosten für das Mastering im Tonstudio, Labelfilmerstellung, das Setzen der PQ-Daten, die Erstellung des Glasmasters, usw. Diese Kosten schlagen selbst in der sparsamsten Variante mit mind. einigen tausend Euro zu Buche.

Gehen wir jetzt mal davon aus, dass die reinen Mastering- und Tonstudiokosten sich auf insgesamt (nur) 5000,00 Euro belaufen, kommen noch die Kosten von 2000,00 Euro für Layout, Labelfilmerstellung und Booklets hinzu, sind wir hier bei 7000 Euro.

Kosten B
Dagegen stehen die Kosten für die reine Erstellung der Einzel-CD im Produktionsablauf, angefangen vom Materialpreis des Polycarbonats über die Maschinenkosten bis hin zum Booklet (oder Inlay), Tray und Case (z.B. Jewelcase). Dazu kommt dann der Urheberrechtsschutz (GEMA) pro CD, der eine Konstante ungeachtet der Auflage bildet.

Einige Presswerke beginnen ab einer Auflage (D) von 500 Stck. zu produzieren. Gehen wir mal davon aus, dass der Preis pro CD bei ca. 1,00 Euro liegt (reine Produktionskosten inkl. Inlay, Tray und Case). Dazu kommt jetzt ca. 1,00 Euro für die GEMA. Macht 2,00 Euro Einzelpreis (P) pro CD.

P * D = B
2,00 (Einzelkosten) * 500 (Auflage) = 1.000 (Kosten B)
A + B = C
7.000 (konstante Kosten) + 1.000 (Produktionskosten) = 8000 (Gesamtkosten)
C / D = E
8.000 (Gesamtkosten) / 500 (Auflage) = 16,00 (Endpreis pro Stück)

Macht in unserem fröhlichen Fall (das Traumhaus ist soeben geplatzt!) 1,00 Euro Verlust pro verkaufter CD im Eigenvertrieb. Icon_cry

Und nun verändern wir mal die Produktionsmenge, d. h. wir erhöhen die Auflage (D) auf 10.000 Stck.:

P * D = B
2,00 (Einzelkosten) * 10.000 (Auflage) = 20.000 (Kosten B)
A + B = C
7.000 (konstante Kosten) + 20.000 (Kosten B) = 27.000 (Gesamtkosten)
C / D = E
27.000 (Gesamtkosten) / 10.000 (Auflage) = 2,70 (Endpreis pro Stück)

Bei solch einer Auflagestärke muss natürlich ein Vertrieb her, es muss in Werbung investiert werden und die Händler wollen kräftig mitverdienen. In diesem Fall kann man von einem geringfügigen Gewinn für die Musiker ausgehen ... wenn sie Glück haben und die gesamte Auflage auch verkauft wird. Icon_smile

Aber man sieht welches Missverhältnis sich ausschließlich aus dem Faktor Produktionsmenge (Auflage) ergibt.

Und nun zurück zu JAKOBs Argument, weniger bezahlen zu woillen, weil eine Band noch nicht bekannt ist. Ich bezahle für Musik, welche eher nicht dem Massengeschmack entspricht oder deren Macher noch unbekannt sind und die deshalb nur in kleinen Auflagen produziert werden kann, lieber ein paar Euro mehr, als das Geld für 08/15-Mucke einer profitgierigen Massenindustrie in den weit geöffneten Schlund zu werfen.

Gruß, G-OR Icon_mrgreen

P.S.: Übrigens sind meine Zahlen durchaus realistisch!

17.11.2008 10:00 PM
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Harro
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RE: CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008

Thumbup jupp Thumbup


Musik ist geil.
18.11.2008 01:38 AM
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Max
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RE: CD des Monats 11/ 2008 - Traumhaus: Die andere Seite-2008

G-OR schrieb:

JAKOB schrieb:
[...]

ich find 15 euro schon recht viel dafür das die noch recht unbekannt sind..
ich mein das sind 30 DM..
ich weiss..
umrechnen kann man nicht mehr..
aber so verliert man die relation zum wirklichen preis nicht.. ..
also mehr als n 10er würd ich dafür nicht ausgeben wollen..^^
das is bei mir so generell die obergrenze..
alles andere ist für mich fast schon wucher.. (8
es sei denn ich find besondere sachen wie zb. die KRW cd die bald kommt.. Icon_smile

btw. die mucke von denen ist aber trotzdem gut..^^


Aber ... sieh es doch mal so: Icon_eek
Dummerweise ist es gerade anders herum. Je unbekannter die Band, desto teurer muss die CD sein! Icon_redface

Die Gesamtkosten einer CD-Produktion (C) zu berechenen ist gar nicht so schwer!

Kosten A
Bei der Produktion einer CD gibt es einen Anteil Kosten, der ungeachtet der produzierten Menge konstant bleibt. Als da wären Kosten für das Mastering im Tonstudio, Labelfilmerstellung, das Setzen der PQ-Daten, die Erstellung des Glasmasters, usw. Diese Kosten schlagen selbst in der sparsamsten Variante mit mind. einigen tausend Euro zu Buche.

Gehen wir jetzt mal davon aus, dass die reinen Mastering- und Tonstudiokosten sich auf insgesamt (nur) 5000,00 Euro belaufen, kommen noch die Kosten von 2000,00 Euro für Layout, Labelfilmerstellung und Booklets hinzu, sind wir hier bei 7000 Euro.

Kosten B
Dagegen stehen die Kosten für die reine Erstellung der Einzel-CD im Produktionsablauf, angefangen vom Materialpreis des Polycarbonats über die Maschinenkosten bis hin zum Booklet (oder Inlay), Tray und Case (z.B. Jewelcase). Dazu kommt dann der Urheberrechtsschutz (GEMA) pro CD, der eine Konstante ungeachtet der Auflage bildet.

Einige Presswerke beginnen ab einer Auflage (D) von 500 Stck. zu produzieren. Gehen wir mal davon aus, dass der Preis pro CD bei ca. 1,00 Euro liegt (reine Produktionskosten inkl. Inlay, Tray und Case). Dazu kommt jetzt ca. 1,00 Euro für die GEMA. Macht 2,00 Euro Einzelpreis (P) pro CD.

P * D = B
2,00 (Einzelkosten) * 500 (Auflage) = 1.000 (Kosten B)
A + B = C
7.000 (konstante Kosten) + 1.000 (Produktionskosten) = 8000 (Gesamtkosten)
C / D = E
8.000 (Gesamtkosten) / 500 (Auflage) = 16,00 (Endpreis pro Stück)

Macht in unserem fröhlichen Fall (das Traumhaus ist soeben geplatzt!) 1,00 Euro Verlust pro verkaufter CD im Eigenvertrieb. Icon_cry

Und nun verändern wir mal die Produktionsmenge, d. h. wir erhöhen die Auflage (D) auf 10.000 Stck.:

P * D = B
2,00 (Einzelkosten) * 10.000 (Auflage) = 20.000 (Kosten B)
A + B = C
7.000 (konstante Kosten) + 20.000 (Kosten B) = 27.000 (Gesamtkosten)
C / D = E
27.000 (Gesamtkosten) / 10.000 (Auflage) = 2,70 (Endpreis pro Stück)

Bei solch einer Auflagestärke muss natürlich ein Vertrieb her, es muss in Werbung investiert werden und die Händler wollen kräftig mitverdienen. In diesem Fall kann man von einem geringfügigen Gewinn für die Musiker ausgehen ... wenn sie Glück haben und die gesamte Auflage auch verkauft wird. Icon_smile

Aber man sieht welches Missverhältnis sich ausschließlich aus dem Faktor Produktionsmenge (Auflage) ergibt.

Und nun zurück zu JAKOBs Argument, weniger bezahlen zu woillen, weil eine Band noch nicht bekannt ist. Ich bezahle für Musik, welche eher nicht dem Massengeschmack entspricht oder deren Macher noch unbekannt sind und die deshalb nur in kleinen Auflagen produziert werden kann, lieber ein paar Euro mehr, als das Geld für 08/15-Mucke einer profitgierigen Massenindustrie in den weit geöffneten Schlund zu werfen.

Gruß, G-OR Icon_mrgreen

P.S.: Übrigens sind meine Zahlen durchaus realistisch!


Jupp, sehe ich genau so !


As Falls Wichita So Falls Wichita Falls
18.11.2008 08:02 PM
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