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Die Geschichte des Krautrock
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KrautHead
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Die Geschichte des Krautrock

Hallo Krautrocker!

Ich bin gerade dabei just for fun einen Text über die Geschichte des Krautrock zu verfassen, darin sollen alle wichtigen Bands und Infos enthalten sein die zur Geschichte des Krautrock gehören, sowie deren Auswirkungen und was später aus einigen Musikern geworden ist und was für eine Bedeutung die Musik heute hat.

Dies ist mit Sicherheit keine professionelle Arbeit. Sondern als Hobby für jemanden, der sich gern mit diesem Genre beschäftigt gedacht. Ich finde die Idee halt nett, alles mal übersichtlich zusammen gefasst zu haben. Darin lasse ich auch einige Insiderinfos mit Basis auf eigenem Interesse (Hörspiele z.B) einfliessen. Alles was meiner Meinung nach wichtig sein könnte.

Hauptsächlich werde ich mich auf Bücher stützen die ich gelesen habe, bzw. meine Infos aus diversen Foren unter Austausch von Informationen mit reinbringen. Vieles läßt sich daher schlecht auf Quellen stützen, dich ich angeben könnte.

Auch werde ich viel bei google erfragen, und auch wikipedia zur Rate ziehen, was nach Meinung vieler ja keine anspruchsvolle Quelle ist.

Ich möchte einfach meine Kenntnisse komprimiert beisammen haben, und diese auch gerne anderen mit teilen, in der Hoffnung, dass ich den einen oder anderen noch begeistern kann, bzw. dass es ihm Spaß macht dies zu lesen.

Im Nachhinein höre ich mir auch gerne Verbesserungsvorschläge und Ergänzungen an.

Ich wollte fragen, ob es in Ordnung ist, dass ich den Text (wenn er denn fertig ist) hier posten darf.

Es kann noch einige Zeit dauern, da ich nur hin und wieder daran schreibe. (Jaja der innere Schweinehund.^^und die fehlende Zeit.)

Aber wenn fertig ist, bekommt ihr ihn als erstes.

Einen schönen Abend noch.

I'm listening to: Tangerine Dream, Ca Va - Ca Marche - Ca Ira Encore vom Album Boost. Toller Song.^^

19.04.2012 10:30 PM
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KateB
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Beitrag: #2
RE: Die Geschichte des Krautrock

Hallo Explorer Hide1

Ich finde die Idee nicht nur nett , sondern sehr gut.
Als Hobby die Geschichte des Krautrock zu verfassen klingt sehr interessant.

Du könntest auch ruhig schon fertige Passagen hier posten , oder Fragen die du eventuell hast. Es gibt hier einige Krautrockexperten die dir behilflich sein könnten.

Also...hau rein Hide1...schwing den Federhalter.

Bin ich sehr gespannt drauf.

Lg
Kate


Nahrung für die Ohren
20.04.2012 12:08 AM
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chemlut
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Beitrag: #3
RE: Die Geschichte des Krautrock

tolle Idee Thumbup

und nicht nur für Text, sondern auch für eine Radiosendung oder sogar eine Serie von Sendungen.

Ich wäre keinesfalls dafür geeignet aber vielleicht fühlt sich Explorer oder sonstwer dafür berufen???


Krautrock wird nicht nur von alten Männern gehört.
20.04.2012 11:08 AM
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coma
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Beitrag: #4
RE: Die Geschichte des Krautrock

Hallo Explorer, das ist natürlich eine klasse Iddee und du hast unsere vollste Unterstützung für dieses Projekt. Auch Chemlut's Idee mit der oder den dazu passenden Sendungen sind durchaus machbar. Also .. hau rein Icon_smile Die pseende Musik ist ja eh mehr als reichlich vorhanden.

20.04.2012 03:03 PM
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Tuppes
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Beitrag: #5
RE: Die Geschichte des Krautrock

Setz doch ein eigenes Krautrock-Wiki auf, dann musst du nicht alles selber schreiben! Icon_idea


Ich will doch nur leben
 
 
20.04.2012 03:30 PM
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Explorer
KrautHead
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Beitrag: #6
RE: Die Geschichte des Krautrock

Freut mich, dass euch die Idee gefällt. Ich werde euch sicher um Rat ersuchen, wenn ich nicht weiter kommen sollte, und vielleicht auch Teilabschnitte vorher zur Überpfrüfung posten. Aber einen Wiki werde ich wohl nicht eröffnen, weil es meine Arbeit sein soll.^^
Da es mein erster größerer Text ist, den ich selber verfasse. Aber wie gesagt, im nach hinein darf gern verbessert und gebastelt werden. Von euch allen zusammen.
Dann werde ich mich mal weiter ans Werk machen. Sonntag hoffe ich mich durch ringen zu können und n bissschen was zu schaffen.

20.04.2012 09:13 PM
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KrautHead
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Beitrag: #7
RE: Die Geschichte des Krautrock

Hallo Freunde,

es wird Zeit für erste Ergebnisse. Ich will euch ja nicht länger auf die Folter spannen. Der Text wirkt meiner Meinung nach noch ein wenig unausgereift und muss vielleicht auch noch umgebaut werden in der Reihenfolge. Und ist auch noch längst nicht fertig. Aber einen Vorgeschmackt möchte ich euch Lieben dennoch nicht vorenthalten. Für Tipps, Kritik aber auch Lob bin ich sehr dankbar Viel Spaß damit.


Die Geschichte des Krautrock

Krautrock:
Viele haben sicher schon mal den Begriff Krautrock gehört. Doch oft merkt man, dass man es gar nicht so genau beschreiben kann, was Krautrock eigentlich genau ist. Es lässt sich schwierig in ein bestimmtes Genre stecken, bildet aber dennoch irgendwo ein eigenes Genre.
In erster Linie kann man sagen dass Krautrock progressiver Rock ist der Ende der 60er bis Anfang bis Mitte der 70er entstand uns aus Deutschland kam.
Aber das ist wirklich sehr oberflächlich, denn Krautrock ist weit mehr.
Für die deutschen selber war Krautrock tatsächlich mehr oder weniger Rockmusik aus Deutschland, während die Engländer dieser Musik ganz andere Bedeutung beimaßen. Gerade in England war der Krautrock sehr beliebt.

Zunächst wurde Krautrock als Oberbegriff für Pop und Rockmusik genommen, dies spezialisierte sich mit der Zeit und wurde immer mehr Begriff für die deutsche, musikalische Gegenbewegung gegen die Spießigkeit der der damaligen Zeit, die in Deutschland vor herrschte. Später wurde Krautrock ein Begriff für experimentelle, ja geradezu Drogenschwangere Musik. Natürlich gab es weltweit auch viele Bands wie Pink Floyd, The Doors oder Hawkind die sich dem Acid Rock, Psychedelic Rock oder Space Rock verschrieben. Nur den deutschen sagte man doch einen deutlicheren Hang zum Experimentellen nach.

Damals Anfang der 60 gab es in der Deutschland nur amerikanische oder englische Popmusik oder deutschen Schlager. Die deutschen waren als Nachkriegsvolk musikalisch eher unentspannt. Und brachten gar nichts originelles oder eigenes heraus. Außer den Schlagertexten die sich nur um harmlose Dinge drehten. Aber die Jugend wollte mehr.

Schon damals 1967 gab es eine deutsche Beatband (The Rattles) die mit ihrem Song "The Witch" sehr berühmt wurden. Diese Band hatte als deutsche Band relativ hohen Bekanntheitsgrad und ahmte in erster Linie ihre Vorbilder "The Beatles" nach,
1966 gründete die deutsche Sängerin Joy Fleming ihre Band: Joy & the Hit Kids die 1971 zu Joy Unlimted umbenannt wurde und später ohne Joy Fleming weitermachten.
Joy Fleming machte später Solokarriere als Schlager, Jazz und Bluessängerin.

Auch Karl-Heinz Stockhausen, ein berühmter Komponist der seiner Zeit schon immer voraus ging und gerade nach Erfindung der Synthesizer ein Koryphäe auf dem Gebiet der elektronischen Musik war kann man als zentralen Angelpunkt der ersten Krautrockbewegung sehen.
Die Musiker Irmin Schmidt und Holger Czukay von der Kölner Avantgarde-Band Can (einer ebenfalls bedeutenden Krautrockband) waren Schüler Stockhausens.

Dies waren erste Paradebeispiele für etwas unabhängigere Musik aus Deutschland.

Als Geburtsstunde des Krautrock kann man wohl die Internationalen Essener Sonntage sehen.
Ein Festival für das zur damaligen Zeit ein immenser Aufwand betrieben worden war. Das Festival erstreckte sich über 5 Tage (25.09.-29.09.1968) und hatte selbst Größen wie Frank Zappa & The Mothers of Invention an Bord. Der schon damals experimentelle Musik machte, bevor der Begriff Progressive Rock überhaupt populär wurde. David Peel trat auf, The Family sowie Julie Driscoll, Brian Auger & The Trinity.

Aber halt auch viele deutsche Rockbands die mehr oder weniger Bekannt waren. So zum Beispiel auch Bernd Witthüsser der später als Duo mit Walter Westrupp als Witthüser & Westrupp auch eine bekannte Größe des Krautrocks wurde.
Witthüser und Westrupp kann man wohl als Liedermacher Duo bezeichnen, die mit ihren Fantasievollen und oftmals verschmitzten und ironischen Texten das Publikum auf ihrer Seite hatten. Sie waren einer der ersten die auch mit deutschen Texten erfolgreich wurden. Man kann ihre Musik teilweise auch getrost als Folkmusik bezeichnen.

Sie brachten LP's mit Namen wie "Lieder von Vampiren, Nonnen und Toten" und "Trips und Träume" sowie "Der Jesuspilz" heraus. Auch ihre Texte: "Nimm einen Joint mein Freund" und "lasst uns auf die Reise gehen sagen ihr übriges.

Auch eine der ersten Krautrockbands die bei den Essener Sonntagen auftraten waren die Bewohner der berühmten Kommune 1, der auch das berühmte Groupie, Sexsymbol und Model Uschi Oberbayer angehörte. Die Kommune trat unter dem Namen Amon Düül auf. (Ein Fantasiewort zusammengesetzt aus dem ägyptischen Gott Amon und einer Figur aus der türkischen Dichtung Düs.)

Das intéressante an dieser Gruppe war, dass sie freie Musik machten. Sie waren der Meinung, dass jeder Musik machen sollte, ob er es nun konnte oder nicht. So kam es, dass sie tatsächlich Leute auf die Bühne holten die einfach ekstatisch rumtrommelten oder in ihre Gitarre Klampften. Und so eine Wall aus improvisierter Musik entstand. Dies war Musik ohne Struktur und gilt unter Fans heute als einer der Höhepunkte der Psychedelischen Musik. Auf der ersten LP Psychedelisch Underground spielte Uschi Obermayer noch das Tamburin.

Aber bevor die Band die erste Platte aufnahm kam es kurz vor dem Auftritt bei den Essener Sonntagen zum Bruch. Es gab einige Mitglieder die anderer Meinung waren.
Chris Karrer, Peter Leopold, Ulrich Leopold, Falk Rogner, John Weinzierl und Renate Knaupp legten Wert auf ein Mindestmaß an Musikalität. Und splitteten sich vom Rest der Truppe ab und so kam es das auf dem Festival zwei Bands des gleichen Namen auftraten.

Und so brachten beide Bands 1969 ihre ersten Alben raus. Amon Düül mit Psychedelisch Underground und die Platte Phallus Dei unter dem Namen Amon Düül II.

Das Album Psychedelic Underground beinhaltete Titel wie "Ein wunderschönes Mädchen träumt von Sandosa oder Kaskados Minneleid" Und war ausschließlich Instrumental. Ebenfalls gab es einen Titel mit dem Namen "Mama Düül und ihre Sauerkrautband spielt auf"

Das war nun wiederum ein gefundenes Fressen für den englischen DJ John Peel.
Der dadurch berühmt wurde, dass er damals noch unbekannte Bands vorstellte, ihre Musik spielte oder ins Studio einlud. Er war einer der ersten die Bands wie Pink Floyd, The Clash, The White Stripes aber David Bowie förderte. Seine Sendung wurde in der ganzen Welt ausgestrahlt und wurde sogar in Deutschland empfangen. Als ihm die Platte "Psychedelic Underground in die Hände fiel war er begeistert. Er titulierte diese Art von Musik als Krautrock. Zum einen als Anlehnung an die abwertende Bezeichnung der Engländer für die deutschen nach dem Krieg als Krauts zum anderen wegen dem Titel "Mama Düül und ihre Sauerkrautband spielt auf."

So erst als abwertender Begriff gemeint verselbständigte sich dieser und wurde später von Virgin Records als Genrebegriff genommen. Später packte die Band Faust ein Lied auf ihr Album "Faust IV" dass sie Krautrock nannten und auch von Virgin vertrieben worden war.

Krautrock entwickelte sich zum Begriff für deutsche, unabhängie, experimentelle Musik.

Rolf-Ulrich Kaiser, einer Musikjournalist und Hauptinitiator der Internationalen Essener Sonntage entdeckte das Potential das in dieser Musik und der Untergrundbewegung steckte und versuchte sie nun seinerseits zu fördern.

Er brachte einige Bücher über Rockmusik und ihre Bedeutung raus und war schon immer der Meinung, dass junge Musiker gefördert werden. Damals galt es als "uncool" deutsche Musik zu machen. Erst Recht mit deutschen Texten. So entstanden Bands die ihren englischen und amerikanschen Vorbildern nacheiferten und auf englisch sangen und nicht viel neues in ihre Musik reinbrachten, was es nicht schon gegeben hatte.

Aber Rolf Ulrich Kaiser gründete extra für die Untergrundbewegung das Plattenlabel "Ohr" das von 1969 bis 1973 bestand hatte und insgesamt 33 LP's auf dem die ersten Krautrockbands veröffentlicht wurden.
Eine der ersten war das Album Fließband-Babys Beat-Show von Floh de Cologne sowie Bernd Witthüsers "Lieder von Vampiren, Nonnen und Toten" Aber auch die beiden Größen Embryo und Tangerine Dream veröffentlichten ihre ersten Alben auf diesem Label.

Bands wie Amon Düül und Floh de Cologne gründeten sich schon 1967 bzw. 1966. Eine sehr erfolgreiche deutsche Beatband die mit der Zeit etwas rockiger wurde und demnach auch zum Krautrock gezählt wurde waren die 1964 gegründeten "The Petards", ebenfalls maßgeblich am Aufschwung des Krautrocks waren Tangerine Dream (1967) Can (1968) und später auch Faust (1970) sowie Embryo (1969), Guru Guru (1968), Kraftwerk (1970) und Grobschnitt. Aber auch Jane (1970) und last but not least Birth Control (1968)

Viele Bands brachten natürlich schon Alben raus, bevor Kaiser das Ohr Label gründete (welches ein Sublabel des Metronom Labels war.) Diese erschienen größtenteils bei der Metronom, ZYX oder Virgin, Phillips, Vertigo, EMI oder Harfest Records.
Bei Ohr wurde zunächst Dieter Dierks als Toningenieur angagiert und später Conny Plank der sich vor allem dadurch einen Namen machte, da er Musik die ihm gefiel auch produzierte egal ob sie kommerziell erfolgreich werden würde oder nicht. Wodurch er oftmals die Kosten für derlei Projekte selbst übernahm.

Auch BASF erkannte die Möglichkeiten darin deutsche Rockmusik zu fördern, und gründete das mouse Label für das sogar Alben der Gruppen Dies Irae, Ardo Dombec, Mc Church Soundroom und Virus fertig produziert hatte. Doch 1971 gründete Rolf Ulrich Kaiser zusätzlich noch das "Pilz-Label". Die BASF stellte sofort den Vetrieb für das Label mouse ein und übernahm Kaisers Pilz Label.

Pilz hatte Bestand von 1971 bis 1972 und veröffentliche eher folk-orientierte und ruhigere Rockbands. Während sich das Ohr Label eher auf psychedelischen Rock und elektronisches spezialisierte.

Interessant war auch, dass sich auf den ersten LP-Seiten des Pilzlabels immer ein großer Fliegenpilz befand mit der Plattennummer darin, während sich auf der zweiten Seite die Tracklist beider Seiten befand. Auch auf den Frontcovern befand sich ganz klein der Pilz.

Auf Pilz erschienen 20 LP's und 7 Singles.

Es gab auch viele Bands die seiner Zeit auch direkt mit deutschen Texten begannen. Zu diesen gehörten "Ihre Kinder" (1969, erste LP Ihre Kinder bei Phillips), "Floh de Cologne" (1966, erste LP Vor Gebrauch schütteln), "Lokomotive Kreuzberg" (1972 - erste LP Kollege Klatt (1972)), "Hoelderlin" (1972 - erste LP Höderlins Traum) und "Ton Steine Scherben" (1970 - erste LP Warum geht es mir so dreckig (1971)), sowie Novalis (1971) die zunächst ihr Debutalbum in englischer Sprache raus brachten. (Banished Bridges 1973) bis ihr Produzent Achim Reichel (vormals "The Rattles" später auch als Solomusiker bekannt geworden u.a. mit einige psychedelischen Soloalben die mit elektronischem versehen waren sowie einigen deutschsprachigen Shanties. Einer seiner größten Hits war "Aloha Heja He") den Vorschlag unterbreitete ausschließlich auf deutsch zu singen, was bis zum Ender der Band auch so blieb.

Während Bands wie Hoelderlin und Novalis eher lyrische Texte sangen, die zum Teil auf Gedichte der namensgebenden deutschen Dichter: Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg, der sich Novalis nannte und dem Dichter Johann Christian Friedrich Hölderlin beruhten bzw. vertont wurden, so konnte man Bands wie Ton Steine Scherben und Floh de Cologne sowie Lokomotive Kreuzberg getrost als Politrock sehen. (meist linksorientierte Musik.) die man durchaus als Vorläufer des späteren deutschen Punkrock bezeichnen kann. Aber auch als Vorläufer der neuen deutschen Welle.

Gerade "die Scherben" gelangten durch ihren charismatischen Sänger Rio Reiser zu einem gewissen Kultstatus in der Punkszene. Später machte sich Rio Reiser noch einen Namen mit den Hits "König von Deutschland" und "Junimond", welches später von "Echt" gecovert wurde. Rios Reiser starb im August 1996 im Alter von 46 Jahren.

Es gab auch viele Bands die teils auf deutsch teils auf englisch sangen. Teilweise sogar innerhalb eines Liedes. (Grobschnitt zum Beispiel.)
Franz K, Guru Guru uvm.

Doch was ist nun Krautrock?

In erster Linie kann man ziemlich allen Krautrock Bands einen Hang zur Experimentierfreude und verrückten Ideen nachsagen.

Viele Bands wollten sich einfach von dem üblichen angloamerikanischen lösen. Sie wollten was eigenes machen und das taten sie auch.
Sicherlich einige Bands wie Jane, Epitaph, Luzifers Freiend und nicht zuletzt Birth Control eiferten englischen Vorbildern nach und kreierten einen kommerzielleren Sound in der Krautrocksparte. Aber nicht ohne ihren eigenen teutonischen Spuren zu hinterlassen. Birth Control zum Beispiel ist eine der bekannteren Krautrockbands und dürfte auch für den einen oder anderen Nichtkenner ein Begriff sein. Ihr Hit "Gamma Ray"(1973) gilt für viele immer noch die Krautrock Hymne und wurde in vielen Discotheken gespielt.

In erster Linie kann man ihre Musik eher als Hard-Rock bezeichnen. Wäre da nicht dieses erdige, schwerfällige. Und auch der Hang zu progressivrem ist der Band nicht abzusprechen. Deutsche Bands hatten oft dieses erdige, dunkle.
Aber nicht auf eine düstere Weise, sondern in einer gemütlichen Art. Eine Reise durch den Kosmos.
Auch Birth Control hatte diesen erdigen Sound, ohne dabei aber kosmisch zu sein.

Birth Control:

Beginnen wir mit Birth Control, obwohl diese Band sicherlich nicht die Quintessenz des Krautrock ausmacht, so ist es doch sicherlich die Bekannteste.

Es begann alles im Jahre 1968 als sich die Musiker der Band Earl mit anderen Musikern zusammen taten um Coversongs zu spielen. Die Mitglieder waren: Bernd Koschmidder am Bass, Reinhold Sobotta an der Orgel, Saxophon und Gesang Rolf Gurra, Gitarren Klaus Orso und Reiner Borchert, Schlagzeug Hugo Egon Balder und der Sänger Fritz Gröber.

Sie taten sich in Berlin zusammen und tingelten durch verschiedene Clubs, wobei ihr Bekanntheitsgrad stieg.

Zu dieser Zeit war das Thema Geburtenkontrolle sehr aktuell. Gerade weil Papst Paul VI eine Enzyklika mit dem Namen Humanae Vitae herausbrachte. Und es viel Streit um das Thema Papst und Pille gab.

Einmal den englischen Begriff Birth Control aufgeschnappt wurde das ihr neuer Name.

Danach bekamen sie eine Einladung für eine Tour durch Beirut. Vor dieser jedoch verlies Gitarrist Klaus Orso die Band. Während der Tour gab es einen Verkehrsunfall bei dem Koschmidder und Balder verletzt wurden und beinahe die Tournee platzen lies. Baldurs Eltern verboten diesem daraufhin weiter bei der Band mit zu wirken und plötzlich standen sie ohne Drummer da.

Hugo Egon Balder wurde später ein bekannter Produzent und Moderator. (Alles nichts oder?!, Die Hitgiganten, Genial daneben u.a.)

So kam es das Bernd "Nossi" Noske in die Band kam und am Schlagzeug Platz nahm. Und nun auch der Band ihre Charakteristische Stimme lieh.
Ganz recht Nossi war einer der wenigen Drummer die gleichzeitig auch sangen. Die Tour konnte vollendet werden.

1969 kehrte die Band aus dem Libanon zurück und nahm in verändertet Besetzung ihr erstes Album "Birth Control" auf.

Saxophonist Rolf Gurra hatte die Band verlassen und ebenfalls Sänger Fritz Gröber. Stattdessen kam Bruno Frenzel als Gitarrist in die Band.

Drums und Gesang: Bernd Noske
Orgel: Reinhold Sabotta
Bass: Bernd Koschmidder
Gitarre Bruno Frenzel

Das Album erschien mit einer Pillendose als Cover und erreichte bald Kultstatus in gewissen Kreisen. Interessant war auch, dass dieses Album noch eine Coverversion von "Light my Fire" von den Doors enthält.

Interessant ist auch, dass die Band dann an zwei Filmen beteiligt war, wo ihre Szenen in denen sie Musik spielten Live gespielt wurden. Der erste Film war "Ich, ein Groupie - Das Mädchen mit dem Einwegticket gefolgt von "Gebissen wird nur nachts - The Vampire Happening" der an der österreichisch-ungarischen Grenze gedreht wurde.

Somit war der Grundstein ihrer Karriere gelegt.

P.S.: Wer Rechtschreibfehler entdeckt, darf sie behalten. ;-) Diese werden natürlich noch ausgemerzt.

06.05.2012 05:26 PM
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chemlut
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Beitrag: #8
RE: Die Geschichte des Krautrock

So, jetzt bin ich mit dem Lesen durch, toller Anfang, gut strukturiert und gut geschrieben - freue mich auf mehr Thumbup


Krautrock wird nicht nur von alten Männern gehört.
08.05.2012 10:13 AM
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Explorer
KrautHead
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Beitrag: #9
RE: Die Geschichte des Krautrock

Freut mich, dass es dir gefällt. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig ob ich einzelne Bands immer wieder im Text vorstellen soll, so wie ich es jetzt mit Birth Control begonnen habe. Oder ob die Bands einfach am Ende hintereinander auflisten sollte. Was meint ihr?

08.05.2012 09:02 PM
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KateB
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Beitrag: #10
RE: Die Geschichte des Krautrock

Hallo Explorer Hide1

schließe mich chemlut an...gut geschrieben.

Ich würde zu den Bands 2 - 3 Sätze schreiben.
Für Leute die noch nie was von Krautrock gehört haben , sind Info's über diese Bands wichtig.

Freu mich auf mehr Thumbup


Nahrung für die Ohren
09.05.2012 11:57 AM
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coma
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RE: Die Geschichte des Krautrock

Explorer schrieb:
Freut mich, dass es dir gefällt. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig ob ich einzelne Bands immer wieder im Text vorstellen soll, so wie ich es jetzt mit Birth Control begonnen habe. Oder ob die Bands einfach am Ende hintereinander auflisten sollte. Was meint ihr?



Wie du schon selber geschrieben hattest, ist es nicht einfach und oft auch Auslegungssache welche Band man zum Krautrock zählen kann. War es die Aera Ende 60er bis Ende 70er? (für mich nach wie vor, die mit Abstand kreativste Zeit) oder doch tatsächlich Bands, die nach anfänglichen Imitationen doch ihren ganz eigenen Stil fanden?
Auf jeden Fall liest es sich schon sehr gut .. weitermachen Icon_smile

09.05.2012 12:18 PM
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chemlut
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Beitrag: #12
RE: Die Geschichte des Krautrock

Explorer schrieb:
Freut mich, dass es dir gefällt. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig ob ich einzelne Bands immer wieder im Text vorstellen soll, so wie ich es jetzt mit Birth Control begonnen habe. Oder ob die Bands einfach am Ende hintereinander auflisten sollte. Was meint ihr?


Ich würde auch die Beschreibung der wichtigen Bands im Text halten, eventuell die unbekannteren ans Ende nehmen.


Krautrock wird nicht nur von alten Männern gehört.
09.05.2012 01:33 PM
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Explorer
KrautHead
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RE: Die Geschichte des Krautrock

Hallo Freunde,
mit dem Text geht es voran. Bald wir wieder mehr gepostet.

Allerdings wollte ich euch nicht mein erstes eigens komponiertes Stück vorenthalten.
Ich bitte um eure Meinungen.

http://explorer2000.bandcamp.com/

Runterladen könnt ihr ihn auch hier:

http://www.lastfm.de/music/Explorer2000

20.05.2012 07:23 PM
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Explorer
KrautHead
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Beitrag: #14
RE: Die Geschichte des Krautrock

Hallihallo, es ist wieder soweit und ein weiterer Abschnitt meines Textes wird gepostet. Viel Spaß beim lesen.
Frage vorweg: Soll ich nun erst mal mit der Geschichte des Krautrock weiter machen, oder lieber noch ein, zwei Bands vorstellen?


So tourten Birth Control mit ihrem erdigen Teutonenhardrock durch die Lande und errangen den Ruhm, der ihnen gebührte. Nicht zuletzt durch Nossis markante Stimme und der Hang zur Improvisation auf ihren Liveauftritten.

Interessant war auch, dass die Band auf Alben sowie natürlich Live oft ausladende Drumsolos vollführten.

1971 erschien das zweite Album Operation, dass ein Cover zeigte auf dem der Papst mit einem Babyfressenden Monster abgebildet wurde. Das Cover sorgte für einen Skandal. Auch in England wo das Cover zwei riesige Kondome aufwies, kam es zu Diskussionen. Was dem Bekanntheitsgrad sicher nur förderlich war. Ein Auftritt im Beat Club mit dem Hit "The Work is done" folgte.

Nun verließ Sobotta die Band und nach kurzem Intermezzo von Hartmut Schölgens setzte sich Wolfgang "Wölle" Neuser an die Tasten.

Es folgte ein Wechsel des Plattenlabels von Metronome zu CBS und mit diesem Wechsel brachten die 4 Jungs so gleich eine Kultplatte heraus die mit Hoodoo Man betitelt war. Auch hier war wieder ein seltsames Cover dass die Gemüter erregte. Eine Mischung aus übergewichtigem Menschen mit eindrucksvollem Vorbau und Lindwurm. Auf dieser dritten Platte befand sich auch besagter Song "Gamma Ray" der zur Hymne der Krautrockära avanchierte und die Band sehr berühmt machte.

Bernd Koschmidder verließ die Band und wurde durch Peter Föller ersetzt, der von nun an die Saiten der Bassgitarre bearbeitete. Mit Peter Föller wurde sogar ein Song namens Nostalgia aufgenommen, bei dem Föller sogar sang. Leider erschien dieser auf keiner LP und war daher eher unbekannt wurde aber später als Bonus auf der Wiederveröffentlichung der Rebirth gepackt.

Mit dem Song Kaulstoss bewiesen die Jungs auch, dass es auch ruhig mal progressiver zugehen konnte.

Wolfgang Neuser konnte sich leider nicht mehr mit dem Stil der Band identifizieren und verließ die Band bereits nach einem Album wieder. So kam es das Bernd "Zeus" Held angagiert wurde und ein zweiter Gitarrist namens Dirk Steffens den Sound abrundete.

Zunächst brachte man das erste Album noch einmal mit anderem Namen und anderen Cover heraus. (Knock Knock, who's there?)

1973 erschien das 4. Album Rebirth (schlichtes rotes Cover), welches schon in eine progressivere Richtung ging. Die Songs waren ausgedehnter und länger, was manchen Hörern die straighten Hard Rock erwarteten nicht so gefiel.

Daraufhin folgten viele Live Konzerte und das Doppelalbum "Live" erschien, jedoch nicht bevor Dirk Steffens die Band wieder verließ. Das Live Album zeigt die Band aus einem fahrenden Auto schießend. Klappt man die CD auf, sieht man, dass sie auf einen Kinderwagen schießen.

In der Besetzung:

Bernd Noske - Drums, Gesang
Peter Föller - Bass, Backroundgesang
Bruno Frenzel Gitarre, Backroundgesang
Zeus B. Held - Keyboards, Saxophon, Trompete

+ diverse Gastmusiker

entstand die progressive Platte "Plastik Pople" (1975) die von den Fans eher zerissen wurde, da hier auch Ausflüge ins Jazzige, klassische und Fusionesque unternommen wurde, wobei das gesamte Album dennoch einen rockigen Sound und eine Menge Drive hat. Hier dominiert eher Zeus Snytheizersound. Besonders Trial Trip entwickelte sich zu einem Klassiker der Band, der auch heute noch die Höhepunkte auf den Konzerten darstellt. Auch das sehr Fusion-Jazzlastige Tiny Flashlights ist nicht zu verachten.

Wenn man mal vom Hardrockimage der Band weg sieht, handelt es sich hier durchaus um ein schönes Stück deutscher Proggeschichte.

Ein Konzeptalbum im ähnlichen Stil mit Namen "Backdoor Posibilitys" (1976) folgte. Dieses handelt von einem angestellten der nichts im Kopf hat und sein Leben immer im gleichen Rhythmus lebt bis er eines Tages mit dem Tod konfrontiert wird.

Peter Föller verlies die Band und wurde durch den bekannten Bassisten Horst Stachelhaus ersetzt und ein neues Gesicht setzte sich an die Drums: Manfred von Bohr. Diese Entscheidung wurde getroffen damit Bernd Noske sich auf seine Arbeit als Lead Vocalist konzentrieren konnte. Gänzlich ohne Drums ging es jedoch nicht, da nun für Nossie umso mehr Percussion auf der Bühne stand.

In dieser Besetzung wurde das Album Increase (1977) aufgenommen, welches stilistisch noch sehr an die Vorgänger erinnerte.

Mit Titanic (1978), Live 79 (1979) und Count on Dracula (1980) ging es wieder geradliniger und rockiger zu. Die alten Fans kamen zurück. Nach Titanic verabschiedete sich Keybaorder Zeus B. Held und wurde durch Wolfgang "Vox" Horn ersetzt. Und kurze Zeit später durch Uli KLein. Und 1980 wurde Bassist Horst Stachelhaus durch Jürgen Goldschmidt ersetzt. Nach dem Schlagzeuger Manfred von Bohr einen Blinddarmdurchbruch erlitt nahm Nossi das erste mal seit Jahren wieder hinter dem Schlagzeug Platz und ihr nächstes Album "Deal done at Night" wurde begeistre aufgenommen. Auch Live Konzerte beinhalteten wieder die so für Birth Control typischen Drumsoli.

Nun begann allerdings die Neue deutsche Welle die Oberhand zu gewinnen und Birth Control veröffentlichten ihr nächstes Album im ganz gewohnten Hard Rock Gewandt. Die Scheibe ging klanglos unter.

Besetzung:
Bernd Noske: Drums und Vocals
Bruno Frenzel: Gitarre, Backround Vocals
Ulrich Klein:Keyboards
Jürgen Goldschmidt: Bass
Stefan Linke Gitarre

Nach dem Album wurde Klein nochmals kurz durch Jürgen Becker ersetzt.

Am 21.09.1983 starb Bruno Frenzel an den Folgen eines bereits 1975 erlittenen Stromschlags, der ihm während eines Liveauftrittes widerfuhr. Von den Folgen hatte er sich nie ganz erholt. Frenzel war ein wichtiges Mitglied der Band und mit Nossi zusammen die treibende Kraft.

Nach dem ausbleibenden Erfolg des letzten Album und dem tragischen Tod Frenzels beschloss Nossi, das Projekt Birth Control 1984 auf Eis zu legen.

1992:

Nossi und Horst Stachelhaus (Bass) riefen die Band zurück ins Leben.
Mit von der Partie waren Xaver Fischer (Keyboards) und Rolf Klein (Gitarre)

Es folgten einige Livetournen und der Bekanntheitsgrad stieg wieder. Allerdings vertrug man sich nicht so gut mit Klein worauf dieser von Xaver durch Peter Engelhardt ersetzt wurde. In dieser Formation wurde das erste Album seit einem Jahrzehnt "Two Worlds" (1995) aufgenommen und veröffentlicht. Hier beschränkt sich die Band wieder auf geradlinigen Rock allerdings nicht ohne einen Touch von Neoprog im Sound zu haben.

Das Album klingt wuchtiger aber auch tiefer, was durch den Hall und den typischen 90er Jahre Keyboardsound zu stande kommt. Das Album beinhaltet auch einige Neueinspielungen älterer Birth Control Stücke.
Danach wurde das Songwriting an Xaver Fischer übergeben, der alle Songs für die Nachfolge Alben Jungle Life (1996) und Getting There (1998) schrieb.
Leider verstarb auch Horst Stachelhaus an der Creutzfeld-Jakob Krankheit während der Aufnahmen von Getting There. Die letzen Bassspuren von ihm wurden von Hannes Vesper eingespielt.

Nach einigen Live Alben folgte 2003 das bis dato letze Album Alsation. Welches vom Sound wieder an die ersten Alben anknüpfte und rein akustisch kaum von einem der Klassiker zu unterscheiden ist.
Alsation ist ein großartiges Album mit tollen Songs im Altbewährten Stil.
Besonder hervorzuheben ist hier der Song "In the City" welcher mit einem grandiosen Solo von Peter Engelhardt aufwartet und auch sonst ein im Ohr bleibender Song ist.

Es folgten ein Auftritt bei den Hit Giganten (2005) (moderiert von Hugo Egon Balder, Gründungsmitglied von Birte Control.) Nach diesem grandiosen Auftritt durfte sich sogar der Hugo mal ans Schlagzeug setzen.

2011: Peter Engelhaft (Gitarre) verlässt unerwartet die Band um sich eigenen Projekten zu widmen.
Backdoor Possibility DAS Progalbum, welches damals so negativ aufgenommen wurde, wird remasterd und mit einigen Bonustrack neu von Zeus B. Held veröffentlicht. Welcher damals wohl hauptsächlich für das Songwriting verantwortlich war.

Birth Control ist bis heute noch aktiv und hat schon wieder einige Liveauftritte hinter sich gebracht.

29.05.2012 09:36 PM
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RE: Die Geschichte des Krautrock

prototypin schrieb:
dann habe ich mir deine eigenkomposition angehört. sehr, sehr schön !!!

jedoch (für mich) auch mal wieder enttäuschend. von deiner komposition gibt es milliarden titel die gleich oder ähnlich klingen.

nimm es nicht allzu schwer meine kritik, es ist jede note und jeder ton auf dieser welt gespielt, die musik

ist am ende. da kommt nichts neues mehr.


Natürlich nehme ich deine Kritik nicht schwer. Wozu ist Kritik denn sonst da. Ohne ehrliche Meinungen kommt man nicht weiter.

Das das Stück kein Masterpiece ist, ist mir schon bewusst. Ich selber bin noch dabei es zu bearbeiten. Ich bin noch nicht zufriede mit dem Stück. Ertens nichts neues, zweitens sehr eintönig. Und meiner Meinung nach sogar zu lang. Dennoch ist es irgendwo meins. Mein erstes eigenes Werk, auf das man trotzdem ein wenig stolz ist. Ich spiele erst seit 4 Monaten und bringe mir alles selber bei. Das man da noch keine virtuose Leistung erwarten kann, dürfte klar sein. Und das wird sobald auch erst mal nicht kommen, da so was Übung erfordert und Zeit und Fleiß. Letztere beiden Dinge kommen leider oft zu kurz. Ich kann leider nur im Rahmen meiner bisher erworbenen Fähigkeiten spielen. Dennoch wollte ich es euch nicht vorenthalten. Um vielleicht auch einfach ein paar Tipps und Anregungen zu erhalten. Ich werde weiter am Ball bleiben. Und betreibe das ganze auch mehr als Hobby. Wenn vielleicht eines TAges mal was dabei heraus kommt. Super. Wenn es vielleicht eine kleine Gruppe von Hörern gibt, die sagt: Hey das gefällt mir. Noch besser.

30.05.2012 05:36 PM
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Beitrag: #16
RE: Die Geschichte des Krautrock

prototypin schrieb:
nimm es nicht allzu schwer meine kritik, es ist jede note und jeder ton auf dieser welt gespielt, die musik

ist am ende. da kommt nichts neues mehr.


... neee, neee ... da kann ich ja gar nicht zustimmen ! Höre dir mal meinen Tipp an, insbesondere den Track 8, da verschwimmen Jazz und Walzer zu etwas ganz eigenartig Neuem ! Dann war ich am WE bei einem Konzert von Gerhard Schöne im Kloster Walkenried und die haben Choräle von Bach mit Kirchenorgel, Tenorsaxophon und Gitarre völlig neu intoniert. Oder "The Samuel Jackson Five" aus Norwegen, das ist instrumentellet Postrock mit intelligenten Gesangseinlagen, geht ab wie nichts Gutes .... und und und ... hättest du jetzt gesagt "Blues" klingt immer ähnlich, okay, da hätte ich dir zugestimmt, man nutzt halt die obligatorischen Pentatoniken rauf und runter, stimmt ... aber es gibt so viele (neue: Arctic Plateau, Moonface With Sinai usw.) oder auch (alte unentdeckte: Modry Efekt und Rladik Hadik, Kevin Ayers, Fermata, FSB nur mal als Beispiel) Bands mit schon fast göttlichen Einfällen und die wird es auch immer geben !! Und das ist auch gut so ! Thumbup

Nichts für ungut, aber das musste ich mal so loswerden. Hide1


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30.05.2012 11:21 PM
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Moonmadness
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Beitrag: #17
RE: Die Geschichte des Krautrock

... und Explorer: Hau rein in die Tasten !! Finde deine Beiträge echt toll ! Thumbup Deinen song muss ich mir noch anhören. Edit: Für 4 Monate Keyboardklimpern ... Respekt ! Thumbup

Checkpoint Charlie, Missus Beastly, Munju ... die eher "Unbekannten", aber dennoch "Großen" wären ebenso erwähnenswert. Ich lass mich überraschen ...


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30.05.2012 11:28 PM
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Beitrag: #18
RE: Die Geschichte des Krautrock

Hey Leute,
bald gibt es mehr Text. Ich hoffe ihr seid schon gespannt? Ich poste den nächsten Abschnitt in den nächsten Tagen. Und hoffe wieder auf eure Resonanz. Traut euch ruhig. Bisher ja noch ein wenig verhalten.

Aber jetzt ist eure Mithilfe gefragt. Um mir die Arbeit ein wenig zu erleichtern, hätte ich gerne von euch gewusst, was für Krautrockbands folgende Musikgenre beinhalteten oder geprägt haben. Und/oder ähnlich klingen.

Ich benötige Bands für:

-Doom Metal
-Stoner Rock
-Punkrock

Hörbeipsiele wären nicht verkehrt.

29.06.2012 06:01 PM
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Beitrag: #19
RE: Die Geschichte des Krautrock

Hey, hey
Hier ist die (endgültige) Version meines Songs. Ich bin zwar nicht gänzlich zufrieden damit, aber viel Spaß beim hören.
http://www.lastfm.de/music/Explorer2000/Weed+&+Rainbows
http://www.youtube.com/watch?v=XXyFlODF3O8
http://explorer2000.bandcamp.com/

08.07.2012 07:58 PM
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Beitrag: #20
RE: Die Geschichte des Krautrock

Ich finde, es klingt ganz gut. (Jetzt kommt leider das aber) Aber es ist mir auf großen Längen zu eintönig/gleichmäßig.
Aber da du das ja mal erst gerade angefangen hast, Hut ab! Muß man erst mal so hinbekommen!

09.07.2012 08:28 PM
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